1. Sprung zur Servicenavigation
  2. Sprung zur Hauptnavigation
  3. Sprung zum Inhalt

Hilfen auf dem Weg zur Rauchfreiheit

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören möchten, stehen Ihnen verschiedene Hilfen zur Verfügung, die Sie je nach Bedarf und persönlichen Vorlieben nutzen und kombinieren können.

Rauchertelefone

Die Rauchertelefone bieten Ihnen die Gelegenheit, über Ihre Rauchgewohnheiten zu sprechen und informieren Sie über die verschiedenen Ausstiegshilfen. Neben weiterführenden Tipps erhalten Sie dort die Adressen von Hilfeangeboten in Ihrer Nähe. Die Beratung ist bis auf die Gesprächsgebühren kostenlos und Sie können anonym bleiben.

Selbsthilfehandbücher

Selbsthilfehandbücher enthalten verschiedene Arbeitshilfen, die den Ausstieg aus dem Rauchen begleiten und unterstützen. Dabei geht es im ersten Schritt meist darum, dass Sie sich sehr bewusst für das Nichtrauchen entscheiden. Im zweiten Schritt lernt man, das eigene Rauchverhalten zu beobachten und besser zu verstehen. Im dritten Schritt steht dann das Auflösen der alten Gewohnheit und das Einüben neuer Gewohnheiten an.

Die folgenden Selbsthilfehandbücher sind kostenlos bei den angegebenen Adressen erhältlich:

Ja – ich werde rauchfrei. Praktische Anleitung für ein rauchfreies Leben
(Bestellnummer: 31 350 000)
Nichtraucherkalender für die ersten 100 Tage
(Bestellnummer: 31 350 003)
Beide bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA),
51101 Köln, www.bzga.de
(Bestellung schriftlich oder per Internet)

Nichtraucher in 6 Wochen. Ein Selbsthilfeprogramm für alle, die das Rauchen aufgeben wollen
Arbeitskreis Raucherentwöhnung am Universitätsklinikum Tübingen, Osianderstraße. 24, 72076 Tübingen,
0 70 71 / 2 98 73 46

Aufatmen. Erfolgreich zum Nichtraucher
Deutsche Krebshilfe,
Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn,
02 28 / 72 99 00

Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis und andere Nikotinpräparate

Der Einsatz von Nikotinpräparaten ist in der Tabakentwöhnung mittlerweile allgemein anerkannt. Durch sie erhält der Körper zunächst weiterhin das gewohnte Nikotin. Nikotin ist der abhängigkeitserzeugende Inhaltsstoff des Tabaks und sein Suchtpotenzial gilt heute als sehr hoch. Durch die Anwendung von Nikotinpräparaten werden die Entzugserscheinungen des Nikotins wie Schlafstörungen, Nervosität, Hunger, Angst und Konzentrationsstörungen abgemildert. Das heißt,dass Sie sich bei einem Rauchstopp zunächst ganz auf das Auflösen der Rauchgewohnheit konzentrieren können. Ist das gelungen, fällt es in der Regel nicht schwer, auch auf das Nikotinpräparat zu verzichten. Die Anwendung von Nikotinpräparaten ist grundsätzlich nur für wenige Wochen sinnvoll!

Sprechen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf Möglichkeiten der Raucherentwöhnung und die Anwendung von Nikotinpräparaten an.

Am häufigsten verwendet wird das Nikotinpflaster. Bei empfohlener Dosierung und Anwendung sind die Pflaster im Allgemeinen gut verträglich. Die Pflaster sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Das Pflaster wird täglich auf die Haut geklebt und versorgt den Körper mit einem bestimmten Nikotinspiegel. Nach 6-12 Wochen wird die Dosis schrittweise bis auf Null reduziert. Nikotinkaugummis und Nikotinlutschtabletten sind in verschiedenen Stärken und Geschmacksrichtungen ebenfalls in der Apotheke erhältlich. Das Nikotinspray kommt bei einer besonders ausgeprägten Tabakabhängigkeit zu Anwendung. Es ist rezeptpflichtig.

Gerade als älterer Mensch sollten Sie sich vor der Verwendung von Nikotinpräparaten ärztlich untersuchen und beraten lassen, um zu klären, welches Produkt in welcher Dosis für Sie am besten geeignet erscheint.

Gegenanzeigen für die Anwendung von Nikotinprodukten sind erhebliche Herzrhythmusstörungen, eine instabile Angina Pectoris sowie ein eben erst überstandener Herzinfarkt oder Schlaganfall. Besondere Vorsicht ist geboten u. a. bei einer Überfunktion der Schilddrüse, bei Diabetes, Magenschleimhautentzündung, Herzmuskelschwäche oder zu hohem Blutdruck, Krankheiten also, die im höheren Lebensalter weit verbreitet sind. Erscheint ein Rauchstopp anders nicht möglich, kann es dennoch sinnvoll sein, Nikotinpräparate einzusetzen, weil das gesundheitliche Risiko durch das Weiterrauchen deutlich schwerer wiegt.

Bupropion

Bupropion ist ein Medikament, das Entzugserscheinungen mildert und bewirkt, dass die Zigaretten nicht mehr schmecken. Es ist verschreibungspflichtig und sollte wegen der Gefahr möglicher sehr starker Nebenwirkungen nur in seltenen Ausnahmefällen und nur unter ständiger ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden.

Kurse zur Tabakentwöhnung

Volkshochschulen, Krankenkassen, Krankenhäuser, freie Praxen u. a. m. bieten Kurse zur Tabakentwöhnung an.Viele dieser Kurse arbeiten nach dem Gruppenprogramm: »Eine Chance für Raucher. Rauchfrei in 10 Schritten« der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Kosten für die Teilnahme werden von den meisten Krankenkassen anteilig erstattet, so dass der Eigenanteil der Versicherten in der Regel 20 bis 30 Euro nicht überschreitet.

Die Kurse umfassen jeweils etwa zehn Gruppensitzungen über einen Zeitraum von 6 bis 16 Wochen. Über Kursangebote in Wohnortnähe informieren die Rauchertelefone.